107wir sie aus einem niedrigen Stande zu einem höhernemporheben. Lasset uns doch stets bedenken, daßnicht der Stand den Mann, sondern der Mannden Stand ehrt, und daß nicht das Hohe oderNiedrige eines Standes, sondern die Tüchtigkeitoder Untüchtigkeit dazu den Menſchen glücklich oderunglücklich mache. Lasset uns, an jene Zeiten gedenken, wo selbst ein reicher Boas auf den Acker giengund seine Saat und Erndte bestellte. Glaubet esdoch mit mir, Geliebte, es wird viel verlohren ge-gangene Freude in unsre Familien zurückkehren,wenn wir unsre kleinlichen. Begriffe von Ehre undSchande werden abgelegt und das einfache Leben imniedern Stand höher achten werden gelernt haben..II. Wollen wir unsre täglichen Be-rufsarbeiten mit Freudigkeit vollbrin-gen können, so müssen wir uns aberauch zweytens auf den erwählten Be-ruf gebührlich vorbereiten. Und hiezu ge-hört wiederum zweyerley: erstens, daß wir uns diedazu erforderlichen Kenntnisse und Geschicklichkeitenerwerben, und zweytens, daß wir uns auf die Un-annehmlichkeiten und Schwierigkeiten, die er mitsich führen wird, gefaßt machen.Es ist kein Beruf in der Welt, wozu nicht eige-ne Kenntnisse und Geschicklichkeiten nö-
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