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Einige Predigten über das Buch Ruth
Entstehung
Seite
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54die Kosten für ihre Unterweisung aufzubringen, dieZeiten, da Eltern ohne bittere Nahrungssorgen ihreKinder bis zu den Jahren des reifern Verstandes inihrem Hauſe und in der Schule halten konnten, diesind vorüber. Großentheils sind wir durch unsrehäusliche Lage gezwungen, unsre Söhne, wenn sienoch unmündige Kinder sind, zu irgend einem Be-rufe und Gewerbe zu bestimmen und können die Zeitnicht abwarten, da sie selbst im Stande seyn wer-den, sich mit ernstlicher und bedachtsamer Ueberle-legung einen Stand zu erwählen. Was unsre Kin-der nun nicht können, Geliebte, das müssen des-wegen wir, ihre Eltern, uns vorzüglich angelegenseyn lassen. Wir müssen wählen, da sie nicht wäh-len können; aber wir müssen auch bey dieser Wahlgrade so verfahren, wie sie selbst verfahren würden,wenn sie in den Jahren gereifterer Einsicht die Wahlhätten. Diese Vorsicht in der Wahl eines Berufsfür unsre Kinder sey uns eine recht heilige Pflicht!Wir, ja wir haben es nicht vor uns selbst allein,sondern auch vor unsern Kindern zu verantworten,wenn wir hierin unbedachtsam zu Werke giengenund sie zu einem Bernse bestimmten, der ihrer Fä-higkeit und Neigung nicht angemeſſen und ihremHerzen zuwider ist. Wenn wir nicht die ernstlichsteund gewissenhafteste Ueberlegung hiebey gebrauchen,dann ist es unsre Schuld, wenn sich unsre Kinder