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Einige Predigten über das Buch Ruth
Entstehung
Seite
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593und Geschicklichkeiten beweisen sollten. Die Mödedieser Zeit führt aber von dieser Einfalt ab, sieverlangt, der Mensch solle von aller Weisheit et-was wissen, von aller Kunst etwas können! Eskann nicht fehlen, daß sich der Mensch durch solcheZerstreuung seiner Gedanken und Wünsche, durchsolche Zersplitterung seiner Kraft und Mühe selbstbeunruhigt und sich um Glück und Frieden des Her-zens bringt. Lasset euch nicht verführen! Boas bautmit seinen Dienern den Acker. Naemi steht ihremHauswesen vor. Ruth unterstützt ihre dürftige Mut-ter durch ihrer Hände Arbeit. Und so sey und blei-be es auch unter uns. Es giebt mancherley Gaben,aber es ist Ein Geist; es giebt mancherley Aemter,aber es ist Ein Herr: wirke nur ein Jeder mitseinen Gaben und in seinem Amte für das Bestedes Ganzen, daß er mit Ehren bestehe als einGlied in der Kette der Menschen, und trete Keinerhinaus über den Kreis, der seinen Kräften und Fä-higkeiten angemessen ist!IV. Es giebt endlich auch noch eine Einfaltin Sitten und Betragen, die wir uns müs-sen empfohlen seyn lassen, wenn es besser in derWelt werden soll. An den Personen im Buche Ruthist ein hoher Grad von edler Einfalt dieser Artnicht zu verkennen. Ihre Sitten sind ungezwungen