845räth in Verlegenheit. Nach welcher Gestalt soll ergreifen? soll er es im Reichthume, soll er es imGlanze der Ehre, soll er es in dem Ruhme derWeisheit, der Kunst, der Gelehrsamkeit, soll eres in dem Vergnügen rauschender Gesellschaft oderwo sonst soll er es aufsuchen? wo sonst soll er ihmnachjagen? Suche und erjage er es, wo er wolle:was für Sorge wird es ihm machen, was fürMühe wird er anwenden, wie viele Hindernissewird er überwinden, wie viel Unannehmlichkeitenwird er besiegen, wie viel Hoffnungen wird er ver-eitelt, wie viele Entwürfe scheitern sehen müssen,ohne noch zu wiſſen, daß er das erwünſchte Glückwirklich erjagen werde. Wie oft wird er mit sichſelbſt in Streit kommen und wie oft mit Andern.Wie oft wird er seine Ruhe und seine Heiterkeitdem Zufall, dem unbestimmten Spiele des Unge-fährs geopfert fühlen. Nie kann er sagen, er habedas Glück in seiner Gewalt. In jedem Augenblickeiſt er in Gefahr, ſein Glück zu verliehren. Eineinziger Schlag des Schickſals, ein einziger Verluſtunbeständiger Güter, ein einziger Zufall, der ihnin eine minder günstige Lage verſetzt, eine Dazwi-ſchenkunft eines einzigen Hinderniſſes, ein einzigesungünstiges Urtheil, ein einziges überlegtes oderunüberlegtes Wort, ja ein einziger verdächtiger Blickund noch viele andre noch unbedeutendere Kleinigkei-
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