479müssen ihre Erzeugnisse hergeben, um den Hungereines Einzigen zu stillen, die Blöße eines Einzigenzu bedecken. Und wie viel verlangt er für seineBequemlichkeit und Freude! Wenn gleichheut zu Tage der Mensch weit mehr arbeitet undsich plagt, als vormals, so thut er es doch nuraus Noth, um seiner vielen Bedürfnisse willen.Im Grunde sucht er die Bequemlichkeit, läßt gerndurch fremde Hände thun, wozu seine eigenen HändeKraft genug haben. Wie viele Diener werden ofterfordert, um ihm wenige und geringe Dienste zuleisten! Seine Freude sucht er nicht, wo sie ihmam nächsten liegt, sondern in der Ferne sucht er sie.Er läßt sie sich viel Zeit und viel Geld kosten. Wieviel Zeit verschwendet er oft, um Freuden auszusin-nen, um sich auf ausgesonnene Freuden gehörig an-zuschicken, um sich von genossenen Freuden zu erho-len! Wie viel Kosten wendet er oft an, um eineneinzigen fröhlichen Tag oder Abend zu verleben.Und Alles dieses gilt nicht allein von dem reichenund vornehmen Mann; es ist zum Theil auch vondem Geringen und Unvermögenden wahr. So wares vormals nicht. Im Buche Ruth sehen wir allePerſonen der Geſchichte im fröhlicher Arbeit undselbst in Zeiten der Noth reicht ihre Arbeit hin,um ihre einfachen Bedürfnisse zu befriedigen. Selbstder reiche Boas, obwohl er eine Menge von Die-
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten