5453ses erfordern eine angestrengtere Sorgfalt. Die Lei-den, womit das Schicksal bedroht, hangen drohendüber dem Hause und dem Herzen nicht eines Einzi-gen, sondern einer ganzen Familie, worin das Un-glück des Einen zugleich das Unglück des Andernund das Glück des Einen zugleich das Glück desAndern ist. Hier hat ein Jeder für sich und zu-gleich Jeder für die, die um ihn sind, zu denken,zu sorgen, zu leiden, zu arbeiten. Und darum, jadarum findet sich eine ernste bestimmte Thätigkeitnicht leicht irgendwo häufiger, als im Familienleben.Unthätigkeit darf hier nicht statt haben; flatterhaftund flüchtig darf hier Keiner seyn; hier hat Jedersein angewiesenes Werk; Alle vom Obersten bis zumUntersten sind beschäftigt; Keiner darf müßig stehenund es an ſeiner Arbeit mangeln laſſen; Keiner darfseiner Laune folgen; Keiner darf aus seinem Ge-schäfte ausscheiden, wenn nicht das Bestehen und dieWohlfahrt des Hauses leiden soll. Es ist eine ge-wisse Nothwendigkeit, wodurch wir im häuslichenLeben zur Arbeit, zur ernsten geregelten Thätigkeitgezwungen werden und die natürliche Familienliebedringt uns dazu. Daher trift man denn auch ge-meiniglich die treuesten Arbeiter, die thätigsten Be-amten, die betriebsamsten Handwerker, die fleißig-sten Lehrer, die eifrigsten Aufseher, die sorgfältigstenVerwalter und Verwalterinnen grade unter denen,
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