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Predigten und Reden an Festtagen und bey besonderen Gelegenheiten
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40312Wahrheit und übte Tugend:, und Viele, die seineLehre hörten und sein Exempel sahen, wandten ihmhöhnisch den Rücken. Er wandelte auf Wegen derUnschuld und keiner konnte ihn einer Sünde zeihen:,und man überlieferte ihn den Händen einer unge-rechten Obrigkeit. Er heilte die Kranken, ermun-terte die Gefallenen, stärkte die Schwachen, drücktedie Kinder an sein Herz; man sah den uneigennü-tzigen Menschenfreund und rief: kreutzige ihn, kreu-tzige ihn! Aber auch, da er einen solchen Undank er-fuhr, ja selbst als er am Kreutze die Sünden desVolks trug, blieb er treu in der Liebe. Nicht blosseiner Mutter gedachte er noch, als sein sterbendesAuge brach, mit kindlicher Liebe; nicht blos demreuigen Missethäter zu seiner Seite sprach er Trostund, Beruhigung ein: sondern er schlug sogar in denAugenblicken des höchsten Schmerzes sein mattesAuge noch auf gen Himmel und betete für die, dieihn kreutzigten: Vater, vergieb ihnen, denn sie wis-sen nicht, was sie thun. Sein letzter Othemzughauchte, wie sein ganzes Leben, lauter Wohlwollenund Liebe. O, meine Freunde, wenn doch seineGrundsätze befolgt, sein Exempel nachgeahmt wür-de; wie viel besser lebte es sich dann hinieden un-ter den Menschen; ein wie viel angenehmerer Vor-hof des höhern Lebens wäre dann diese unsre Erde!Wie viel Unheil würde dann verschwinden, wie we-