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Predigten und Reden an Festtagen und bey besonderen Gelegenheiten
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S311zu immer höherer Weisheit und Tugend zu reisen.Den geringen Zachäus hielt er wegen seiner Niedrig-keit der Liebe nicht unwürdiger, und den vornehmenHerodes wegen seiner Fürstenwürde der Liebe nichtwürdiger. Dem römischen Hauptmann half er ebenſo treulich, als dem Landsmann am Teiche zu Be-thesda. Der Samariter galt ihm eben so viel, alsder Jude. Wo er nur Menschen sah, da regte sichauch in ihm das Gefühl der Achtung und des Wohl-wollens. Alles, was er für Andre dachte, redete,that und duldete, das war Liebe und lautre, reineLiebe. Denn er bewies seine Liebe ohne auf Ge-genliebe, ohne auf Dank, ohne auf Ehre, ohneauf irgend einen Gewinn auch nur den mindestenAnspruch zu machen; er liebte mit Aufopfe-rung. Mit der größten Selbstverläugnung gab ersich für die Menschen, seine Brüder, dahin. AusLiebe zu den Menschen ward er arm, ob er wohlhätte mögen reich ſeyn. Aus Liebe zu den Men-schen gieng er einher in Knechtsgestalt, ob er wohlhätte in hohen Ehren leben können. Aus Liebe zuden Menschen opferte er seine Zeit, seine Kräfte,sein Vergnügen auf. Aus Liebe zu den Menschenwirkte er ein schweres mühsames Werk, scheute keineHindernisse, keine Schwierigkeiten, keinen Undank.Er that wohl und Viele, denen er wohlthat, lauer-ten ihm nach, daß sie ihn umbrächten. Er lehrte