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Predigten und Reden an Festtagen und bey besonderen Gelegenheiten
Entstehung
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279#bringen könnte, und bricht die Blüthenknospen, dieetwa hervorkommen möchten, bey Zeiten ab, um denBaum desto besser zu erziehen und in seinem natürli-chen, das ist in dem zuträglichsten und besten Zustandezu erhalten. In allen hier im Bilde angegebenenPuncten verhält es sich grade so mit dem Menschen.Wenn unsre Kinder die Ordnung der Natur über-treten und durch ihr Denken, Empfinden und Han-deln ihrem Alter voreilen, so wird auch in ihnen dieKraft zu früh erschöpft. Indem sie nemlich gewissenGedanken und Gefühlen nachhängen, die über ihrAlter hinausliegen, so strebt ihre innere Natur über-ihre Kraft hinaus; es entsteht in ihnen ein Drang,der für ihre Kräfte zu mächtig ist; sie werden ange-strengt, angespannt und durch diese Spannung, durchdiesen Drang verliehren sie an Geist und an Körper.Viele Anlagen bleiben dann in ihnen unentwickelt,welche sich doch entwickeln müssen, wenn, wiees sich gebührt, der ganze Mensch vollständig sei-ner Bestimmung gemäß erzogen werden soll. Somanche Keime des Guten, die in ihnen liegen, kön-nen dann nicht aufkommen, nicht wachsen. Es ent-stehen an ihnen so manche Auswüchse, es bleiben anihnen so manche Mängel und Gebrechen, sie bleibenmit Einem Worte nicht in der Ordnung der Naturund werden keine vollständige Menschen, indem esihnen entweder am Körper oder am Geiste oder an