25850ckender Anblick seyn, wenn er so viele neben sichund um sich her gewahr wird, die so flatterhaft undunstet in ihrer Arbeit sind; wenn er es bemerkt,daß einer den andern, der Freund den Freund,der Hausvater andre Hausväter, die Hausmutterandre Hausmütter, Vorgesetzte ihre Untergebenen,ja Eltern ihre Kinder zu einem solchen flatterhaften,unsteten Sinne verführen.Unsre Kinder, meine Freunde, sind dazu nichtvom Schicksale verurtheilt, daß sie auch so werdensollen. Nein, nein; sie zu überlegsamen, treuen,standhaften Arbeitern zu erziehen, das hängt gewißgroßentheils von uns ihren Eltern und Lehrern selbstab. Aber freylich, wir müssen, wenn wir dies wol-len, bey der Erziehung unsrer Kinder einen andernWeg einschlagen, als die Mode uns lehrt. Wirmüssen — urtheilet selbst, ob ich guten Rath er-theile — wir müssen unsre Kinder von dem Zeit-puncte an, da sie anfangen ihre Kräfte zu äussern,in beständiger Thätigkeit zu erhalten bemüht seyn:dadurch wird es ihnen zur andern Natur werden,sich stets zu beschäftigen und nie ohne irgend eine Ar-beit zu bleiben. — Wir müssen uns hüten, die Thä-tigkeit unserer Kinder nicht zu sehr zu zerstreuen;müssen ihre Aufmerksamkeit nicht zu bald von demeinen Gegenstande auf den andern ablenken; müssensie vielmehr recht lange bey einer und ebenderselben
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Predigten und Reden an Festtagen und bey besonderen Gelegenheiten
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258
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