25040bereits in vielen Häusern von solchen aufgestellt wird,deren Voreltern mit musterhaftem Ernste lebten? unddaß er es ist, den schon viele Eltern ihre Kinderverehren lehren?Ach, dieser Götze ist unseliger Natur und bringtkein Heil; wer ihm dient, der ist der Mörder seinerwahren Ehre. Bedarf das wohl eines weitläuftigenBeweises? Was ist es, dessen der vergnügungssüch-tige Mensch sich rühmen könnte? Daß er mit Wohl-gefallen ißt und trinkt? Der Stier in seinem Stallethut das auch. Daß er sich freut und guter Dingeist in seinem Leben? Das thut auch das Lamm, dasim Sonnenscheine sich wälzt. Das einzige, daß ermit mehr Ueberlegung sich freut und so mancherleyVergnügungen zu finden weiß, das nur ist es, wasihm vor jenen Thieren den Vorzug giebt. Ist ernicht sogar in mancher Rücksicht gewissen Pflanzenähnlich, die an andre sich ansetzen und sich von de-ren Safte nähren? Was wird denn doch, ich bitteeuch, was wird denn doch aus ihm? was aus denKräften seines Geistes, womit er ausgestattet wor-den? Wo ist die Würde, zu der er sich erhebensoll? Wo ist die Weisheit, wo die Geschicklichkeit,durch welche er für die Welt brauchbar, wo die Thä-tigkeit, durch welche er seinen Mitmenschen nützlichwerden soll? Welche Dienste leistet er der Welt?
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Predigten und Reden an Festtagen und bey besonderen Gelegenheiten
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250
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