241⁵⁰nung! in unserm Garten brechen Knospen auf, blü-hen Blumen auf, aus denen koͤstliche Früchte hervor-wachsen werden, und die Witterung ist ihnen so gün-stig! Das elterliche Herz, schlägt von dankbarer Freudebeym Anblick des aufwachsenden jungen Geschlechts!Diese unsre Kinder werden bald Jünglinge und Jung-frauen seyn. Schon sehen wir im Geiste unsre Jüng-linge, wie sie mit feurigem Triebe zu allem Gutenheranwachsen, wie sie voll Seelenadels und Herzens-reinheit edle Blüthe treiben; wie sie mit heiligenAhndungen und rühmlicher Thätigkeit der Zukunftentgegen reifen. Schon sehen wir im Geiste unseeJungfrauen, kenschen heiligen Herzens, lebendigensanften Sinnes und kraftvollen Gemüths grünen undblühen. Diese unsre Jünglinge werden einst Män-ner, Gatten, Väter, und diese unsre Jungfrauenwerden einst Weiber, Gattinnen und Mütter seyn.Schon sehn wir sie im Geiste die Bahn der Edelnwandeln, ohne Geschrey und Geräusch im angewie-senen Kreise ihr Tagewerk wirken; sehen, wie siemit Bedachtsamkeit überlegen, mit Weisheit sorgen,die Freuden der Thätigkeit, der Freundschaft, derLiebe, der einsamen Betrachtung und des Glaubensin edler Einfalt genießen; sehen, wie sie den unver-gänglichen Geist über flüchtiges Erdengut erheben,den Mühseligkeiten des Lebens ein Herz voll Muthund Geduld entgegenstellen, sehen, wir sie ihre EhreQ85. I.
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Predigten und Reden an Festtagen und bey besonderen Gelegenheiten
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241
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