231✋⁵⁵erstreben solle, und daß es in seiner Macht stehedieselbe zu erreichen. Darum, o darum hat sich die-ses heilige Mahl auch an so vielen Herzen auf diewohlthätigste Weise bewährt bewiesen. Es nahtensich zum Altare des Herrn Leichtsinnige, und fiengenan, zu empfinden, daß es etwas Höheres gebe, alssinnliche Lust. Es traten Schwachmüthige hinzu,und empfanden es; daß Gottes Kraft im Schwachenmächtig sey. Es kamen Verführte, und empfandenbeym Anblick des Unschuldigen Reue und faßten Ver-trauen zum Vater im Himmel. Es kamen Harther-zige und ließen ihr Herz durch Jesu Liebe erweichen.Es kamen Habsüchtige und lernten einsehen, daß eseinen schönern Ruhm und einen herrlichern Gewinngebe, als den, den Gold und Silber gewähren. Eskamen Unversöhnliche, und siengen an, ihren Haßabzulegen. Es kamen Scheinheitige und erblikten sichin ihrer Blöße. Es kamen Redliche und wurden inihrer Redlichkeit gestärkt. Wahrlich ja, es könntender Menschen noch viel wenigere, als wirklich gesche-hen ist, am Altare des Herrn die heilsamsten Rüh-rungen ihres Herzens erfahren und das Gute liebund lieber gewonnen haben: und doch bliebe das hei-lige Abendmahl in den Augen eines jeden gutdenken-den Menschen eine ehrwürdige Stiftung. — Und nunnoch Eins.
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Predigten und Reden an Festtagen und bey besonderen Gelegenheiten
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231
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