218⁵⁰Muth zur Erfüllung der Pflicht, ihre Festigkeit inder Versuchung, ihre Ruhe unter dem Gefühle ihrerUnvollkommenheit, ihre Standhaftigkeit im Leidenund ihren Trost im Tode verdanken. Wir selbst ge-hören ja zu denen, die er beglückt hat durch seinWerk. Wie wäre es möglich, ihn so zu kennen undnicht auch seine Anordnungen für gut zu halten? Wiewäre es möglich, von ihm zu wissen, daß er der wei-feste, der beste, der thätigste und verdienteste ist vonallen denen, die je in Gottes Reich gearbeitet haben,und nicht auch das Abendmahl ehrwürdig zu finden,von dem wir wissen, daß es von ihm gestiftet wurde?Wird sogarIII. der letzte Wille eines unbedeutenden Men-schen in Ehren gehalten: wie sollte denn nichtder letzte Wille dieses Jesus seinen hinter-bliebenen Verehrern theuer und heilig seyn! Denndas ist diese Stiftung: sein letzter Wille, sein Testa-ment an seine hinterbleibenden Freunde. In einerfeyerlichen Stunde des letzten Abends seines Lebens,als er wenige Stunden nachher verrathen und amfolgenden Morgen verurtheilt wurde, saß er imKreise seiner Jünger zu Tische. Man kann es sichleicht vorstellen, wie ihm und wie seinen Freundenums Herz war. Er, voll heiligen Ernstes im Be-wustseyn, ein wahrhaft göttliches Werk gewirkt zu
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Predigten und Reden an Festtagen und bey besonderen Gelegenheiten
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218
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