2169Stande, reich an Kenntnissen und groß an Geist undEinsichten sind, dennoch des Mahls des Herrn nichtschämen. Giebt es doch unter diesen Verehrern des-selben auch Menschen, die nicht blos von Amtswegen,sondern bey völlig freyem Urtheil aus der wahrstenund herzlichsten Ueberzeugung eine solche Achtung undEhrfurcht dagegen beweisen. Ich erinnere mich so-gar einmal ein von einem vornehmen Kriegsmannzur Ehre des Abendmahls geſchriebenes Buch geleſenzu haben. Daß manche andre ebenfalls trefliche undbedeutende Menschen dasselbe als etwas sehr gleich-gültiges betrachten und sich darum darüber hinweg-setzen, das braucht uns nicht irre zu machen: sie ha-ben ihre eigenen Ansichten, Meynungen und Ueber-zeugungen, über welche wir sie zur Rechenschaft zufordern kein Recht haben; denn in der zur Freyheiterkauften Christengemeinde giebt es keinen Glaubens-und Gewissenszwang. Das günstige Urtheil jenererstern verliehrt dadurch nichts von seinem Werthe.Doch, wir wissen mehr von dieser religiösen Stiftung:wir wissen,.II. daß der — von so vielen — derweisesten und besten Menschen — so vie-le Jahrhunderte hindurch — ehrerbie-tigst verehrte — Jesus — der Stifterderſelben iſt. Wir kennen ihn ja, Ihn, dem
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Predigten und Reden an Festtagen und bey besonderen Gelegenheiten
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216
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