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Predigten und Reden an Festtagen und bey besonderen Gelegenheiten
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2150sen! Jener Paulus war nicht blos ein religiöserMann, der mit einem seltenen Eifer die Religionund die Religionsgebräuche seiner Väter verfocht, undals er nachher zu einer höhern Einsicht gelangte, miteben so vielem Eifer auf die Lehre Jesu und seineVorschriften hielt; sondern er war auch, wie man zusagen pflegt, ein Mann von Kopf, ein Man vonvielen Talenten, erzogen in der Schule eines derersten Gelehrten seines Volks zur damaligen Zeit,gereist in vielen Gegenden der Erde, bekannt mit derWeisheit der Griechen wie der Juden, reich an Ge-lehrsamkeit und Erfahrung, ein Mann, der sich durchseine Geisteskraft, durch seine angestrengteste Thätig-keit, durch eine seltene Characterstärke, womit er dieschwersten Arbeiten übernahm und die heftigsten Leidenerduldete, ehrwürdig gemacht hat. Wenn ein solcherMann dieſe geheiligte Stiftung als etwas Ehrwür-diges ansieht und mit einem so nachdrücklichen Ernstedie würdige Feyer derselben empfiehlt: dann schließtman, wenn man auch nichts anderes davon wüßte;nicht ohne Grund, sie müsse auch wohl wirklich et-was Ehrwürdiges seyn. Könnte ich doch wohl vieleMenschen nennen, die gegen das heilige Abendmahleine solche Ehrfurcht haben und dieselbe durch Redeund That mit der freudigsten Freymüthigkeit an denTag legen. Sind doch wohl uns Allen dergleichenMenschen bekannt, die sich, ob sie gleich vornehm an