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Predigten und Reden an Festtagen und bey besonderen Gelegenheiten
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213
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5komme heut oder morgen, gewiß ein seliges Stünd-lein seyn..O, meine theuren Freunde, es ist schlimm, wenndiese geheiligte Sitte einem solchen Fremdling in man-cher Hinſicht ungereimt und wohl gar ſchaͤdlich vorkom-men sollte. Aber, wie gesagt, das Abendmahldes Herrn ist demungeachtet eine ehr-würdige Stiftung! Lasset uns dies einmal rechtruhig und unbefangen mit einander erwägen. AlsChristen lasset es uns erwägen, als Jünger unsersgöttlichen Meisters, nicht als Anhänger dieser oderjener Confession; denn wir dürfen hier keine Partheyergreifen, das gebeut nicht blos die Liebe gegen die-jenigen Brüder anderer Kirchenpartheyen, die sichhier in unserer Mitte befinden, sondern wir dürfenes auch nicht um unster selbst und um der Wahrheitwillen. Der Herr segne unser Nachdenken!4.1 Cor. 11, 25.29. Das, was ich euch vorge-tragen habe, ist mir vom Herrn euch vorzu-tragen aufgegeben worden. In der Nacht,da der Herr Jesus verrathen ward, nahmer das Brodt, sprach das Dankgebet,brach es und sprach: nehmet, esset, dasist mein Leib, der für euch gebrochen wird;thut dies zu meinem Gedächtniß! Ebenso nahm er auch nach dem Abendmahle