2004sucht, der Eigennutz und der Aberglaube der Vorzeitvor dasselbe hergelagert hatten, nun endlich je mehrund mehr verschwunden sind! Es sey uns eine heiligeFreude, von diesem Lichte erleuchtet den Weg derWahrheit und des Lebens mit eigenen Augen zu er-blicken! Und Freude sey es uns, den Strahlen die-ses nunmehr heller leuchtenden Lichtes die Augen zuöfnen; mit ungefälschter Wahrheitsliebe anzuerken-nen und anzunehmen das von Menschensatzungen ge-reinigte Evangelium; mit gebührlicher Lernbegierdezu vernehmen, was die Weisen unsers Zeitalters indem Werke der Kirchenverbesserung Gutes gewirkt;mit gewissenhaftem Eifer zu benutzen alle die gutenGelegenheiten, welche die Vorsehung uns darbietet,um zu richtigern und höhern Einsichten zu gelangen!Es sey dagegen ferne von uns, gegen die Wahrheitgleichgültig oder wohl gar widerspenstig zu seyn; fernevon uns, mit Halsſtarrigkeit auf vorgefaßten Mey-nungen zu beharren; ferne von uns, der allgemeinernVerbreitung berichtigter Einsichten einen — ohnehinohnmächtigen — Widerstand zu leisten; ferne von uns,vor den gewaltigen Strahlen des Lichts Jesu thörich-ter Weise durch Afterweisheit neuen Nebel und Dunsterregen zu wollen! Vornehmlich aber, meine christ-lichen Brüder und Schwestern, sey das unser Bemü-hen, durch die geläuterte Wahrheit nun auch immermehr das Herz zu läutern! ach, daß dieses Herz-
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Predigten und Reden an Festtagen und bey besonderen Gelegenheiten
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