⁵⁰Das ist die frohe Ermunterung, die der gläubigeMensch durch seinen Glauben sich selber giebt. Ach,hr Armen, in denen dieser Glaube unter der Sinn-lichkeit ihres Herzens oder unter den Zerstreuungenihres Geistes nicht lebendig werden kann! und ach,ihr noch Aermern, ihr Blutarmen, die ihr unbeson-nen und leichtsinnig diesem Glauben euer Herz ver-schließet und uneingedenk des Göttlichen in eurer Brustals Staub am Staube klebet, als Würmer unterWürmern lieget! Uns, o uns raube kein Thor undkein Weiser, kein Glück und kein Unglück diesen fürunsre Tugend, wie für unsre Ruhe so wohlthätigenGlauben! Uns bleibe es ein theures werthes Wort,daß Jesus Christus in die Welt gekommen ist und Le-ben und unvergängliches Wesen ans Licht gebrachthat. Denn es iſt und bleibt ein köſtlichès Ding, daßwir unsterblich sind! ja, ja, daß wir unterblich find!Amen.M 2
Druckschrift
Predigten und Reden an Festtagen und bey besonderen Gelegenheiten
Entstehung
Seite
179
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten