40143ken, vor dem auch der Held zittert, da wir werdenweggerissen werden aus unsern Verbindungen, ausunserm Wirkungskreise, aus dem Kreise unsrer Freunde,von dem Schauplatze hinweg, auf dem wir leben;dieser unüberwindliche Trieb zum Leben, zum Fort-dauern, dieses Immervorwärtswollen, das Bewust-seyn immer höher zu steigen und vollkommner zu wer-den, das soll nun alles erlöschen, aussterben? Owas ists um unser Leben, wenn wir nicht unsterblichsind, wenn alles zu Staube werden soll, wenn dieserTrieb nach Fortdauer, wenn diese Sorgen und Mü-hen des Lebens, wenn die Leiden dieser Zeit, wenndiese Verlegenheiten und Kümmernisse zu nichts füh-ren, als zum Tode! Welch ein entſetzlicher Gedankeist der Gedanke am Nichtmehrseyn dem Lebendigen,der sein Tagewerk wirkt! Wem bliebe bey diesemGedanken wohl Ruhe im Herzen und Glauben andie Liebe des Ewigen?Ach, wenn ich vergienge, —ewige Liebe, wer wär' ich dann?Staub, Schatten, Traum,gestern gerufen aus dem Nichts,heute zurückgeworfen ins öde Nichtsder wär' ich!Aermer noch wär' ich, als der Halm und das Gras,verächtlicher noch, als der Kiesel der Gasse:
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Predigten und Reden an Festtagen und bey besonderen Gelegenheiten
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143
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