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Predigten und Reden an Festtagen und bey besonderen Gelegenheiten
Entstehung
Seite
96
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Sden Weg der Pflicht, als den richtigen Weg zum Zieleund seyd entschlossen, ihn ernstlich und muthig undimmer zu wandeln! Aber, wisset ihr auch wohl,daß es oft schwer hält, diesen Weg zu gehen?....(Uebergang zur folgenden Unterredung:2. über Glaube an Gott und Unsterblich-keit.Nach dieser Unterredung folgendes:)Unstreitig gehört ein hoher Grad entweder vonUnwissenheit oder von Leichtsinn und Uebermuth odervon Verderbtheit dazu, um diesen religiösen Glaubenzu verwerfen oder geringzuachten. Freylich mag ohnediesen Glauben manches Gute vollbracht werden; aberdas ist doch ausgemacht, daß der gläubige Menschſicherer und heiterer ſeinen Weg geht und daß er einehöhere vollendetere Würde zu erstreben im Auge hat.Er hat an seinem Glauben einen zuverlässigen Weg-weiser, einen warnenden Freund, eine mächtige Stütze,einen kräftigen Trost und einen starken Harnisch. Dieshabet ihr selbst mit eurem Verstande wohl begriffen,und wenn ihr einmal mehr Erfahrungen in der Weltwerdet gemacht haben, so wird auch euer Herz denWerth der Religion lebhafter empfinden. Glaubetuns dies nur aufs Wort, wir meynen es gut mit euch,und bleibet nur verständig genug, einst selbst die Probe