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Predigten und Reden an Festtagen und bey besonderen Gelegenheiten
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9050tritt! Das ist es eben, was wir alle so sehnlichwünschen und mit so herzlicher Theilnahme vom Him-mel erflehen. Ach; was gäben wir nicht darum,daß unsre Wünsche erfüllt, daß unsre Gebete erhörtwürden! Schon so manche Sorge und Mühe habenwir um dieser unserer Kinder willen bereits getragen:wenn wir denn doch jetzt nur die einzige Freude da-für erlebten, daß wir sie sähen die Bahn Jesu Christibetreten und darauf standhaft verbleiben! Aber, aufder Bahn Jesu Christi wandeln, das will viel sagen.Wenn es damit genug wäre, daß sie einige auswen-dig gelernte Glaubensartikel im Gedächtnisse behiel-ten, daß sie von Zeit zu Zeit eine christliche Predigtanhörten, daß sie sich äußerlich zu einer christlichenKirchengesellschaft bekännten: dann möchte es leicht,daß sie unsre Wünsche erfüllten, dann brauchte unsihrentwegen das Herz nicht schwer zu werden. Alleinauf der Bahn I. C. wandelt es sich so leicht nicht,da giebt es viel zu bemerken, viel zu thun, da sindder Abwege so viele zu vermeiden, der Beschwerlich-keiten so viele zu überwinden, der Hindernisse so vielezu beſtegen. Denn der Weg I. C. iſt, um es mitwenigen Worten zu sagen, eine gründlicheWeisheit, eine standhafte Tugend undeine reine Liebe. Und da wissen wir es aus eige-ner Erfahrung, nicht wahr Freunde? wie viel Müheund Sorgfalt es kostet, ehe man es in der Weis-