⁵⁵12.); seine Gerechtigkeit ist es, die einem Jeden ge-ben wird nach seinen Werken (Röm. 2, 6.): saget,wer wird sich bey diesem Glauben nicht bestreben, seinWerk treulich zu wirken? wer nicht mit heiliger Scheudas Arge vermeiden? wer nicht mit inniger EhrfurchtGutes üben? wen wird dieser Glaube an den Heiligenund Gerechten nicht anfeuern, Ihm zu dienen inHeiligkeit und Gerechtigkeit, die ihm gefällig ist?Der Gott unsers Herrn I. C., dieser Herr und Re-gent, dieser Gesetzgeber und Richter der Welt, istVater über uns und alles was Kinder heißt (Ephes.3, 15.); für seine Kinder hat er uns erklären lassendurch seinen Sohn (1 Joh. 5, 1.): saget, was für einBand kann uns näher unter einander verbinden, alsdas Band brüderlicher Liebe, welches dieser Glaubean einen Gott, der Vater ist, um uns schlingt? undsaget, was kann die Ruhe unsers Herzens fester be-gründen, als eben dieser Glaube? werden wir nun,da wir zu Gott Abba, lieber Vater, sagen können,wohl knechtisch vor ihm zittern? werden wir uns nichtkindlich in seinen Willen ergeben? werden wir nichtmit stiller heiliger Freude vor ihm wandeln? werdenwir nicht mit getröstem Herzen unsre Zuversicht aufihn setzen? werden wir nicht mit kindlichem Vertrau-en zu ihm zurückfliehen, wenn wir des Ruhms man-gelten, die wir von ihm haben sollten? werden wirnicht den Trost der Vergebung in seiner Vaterliebe
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Predigten und Reden an Festtagen und bey besonderen Gelegenheiten
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76
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