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Predigten und Reden an Festtagen und bey besonderen Gelegenheiten
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75
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575lebt er nicht unsern Eifer für das Eine, das noth ist?Der Gott unsers Herrn Jesu Christi ist der allei-nige Herr und Regent; von ihm und durch ihn undzu ihm sind alle Dinge (Röm. 11, 36.); in ihmleben, weben und sind wir (Apostelg. 17, 28.):saget, wer wird sich nicht bey diesem Glauben er-muntert und gedrungen fühlen, Gottes Wege undWerke mit Demuth anzublicken, seine Fügungenmit Unterthänigkeit zu verehren? wer wird es sichbey diesem Glauben je einfallen lassen, seine Schi-ckungen zu meistern oder über dieselben zu murren?wem geht nicht mit diesem Glauben das wahre Lichtauf, bey dessen Schein er alles, was ihn angeht,in der wahren Gestalt erblickt? wer sieht es dannnicht ein, daß die Anordnungen des unbegreiflichenGottes zu groß und erhaben seyen, als daß ein Sterb-licher sich vermessen dürfte, sie übersehen und beur-theilen zu wollen? wer wird nicht durch das Lichtdieses Glaubens so erleuchtet, daß er sich bescheidenkönne, das Regiment der Welt dem über Alles gro-ßen Herrn und Regenten allein zu überlassen? DerGott unsers Herrn I C. ist der höchste Gesetzgeberund Richter; seine Gesetze sind es, die uns allen insHerz geschrieben sind (Röm. 2, 15.); sein Wille istes, der uns von Jesu Christo und den Propheten ver-kündigt wurde (Ebr. 1, 1.); sein Gericht ist es, vordem ein Jeder Rechenschaft ablegen muß (Röm. 14,