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Predigten und Reden an Festtagen und bey besonderen Gelegenheiten
Entstehung
Seite
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5690betäubte Mensch denkt. Wir sollen da hingewiesenwerden auf eine ewige unerschütterliche Ordnung derWelt, die der Mensch, wenn er es auch wollte, niezerstören kann. Unser Glaube soll da hinüber geleitetwerden in eine gränzenlose Zukunft, worin alles, allesſich allmählig entwickeln, alles allmählig zu ſeinerWürde emporsteigen wird. Wir sollen in diesem Lichtees erkennen, warum, wie und wozu wir, ein Jederin seinem Stande und Berufe, wirken sollen. Wirſollen da, wie von einem höhern Standpunkte, aufuns selbst herabblicken, uns beurtheilen, uns leiten-uns zufrieden erhalten können. O m. Fr., was istalle Kenntniß und Geschicklichkeit gegen eine solcheErleuchtung! Achten wir schon die Schule hoch, wowir schöne und nützliche Kenntnisse erlernten, wie müs-sen wir dann vom Reiche Gottes denken, wo uns erstdas Licht aufgeht, um recht sehen und von unsermWissen und Verstehen den rechten Gebrauch machenzu können! Doch, lasset uns Jesum über die er-habenen Zwecke des Reichs Gottes weiter hören.Ihre Werke waren böse, sagt er in unsermEvangelio; wer Arges thue, hasset das Licht;wer die Wahrheit thut, kömmt ans Licht, seineWerke sind in Gott gethan. Zu einer andernZeit sagte er:selig sind, die reines Herzenssind. (Matth. 5.) Der Apostel Petrus ermahnt dieBürger des Reichs Gottes: (1 Petri 1, 15.)nach