280tzen des Menschen; die Wälder und Fluren ertönenwieder von den Sängern des Frühlings, die sich desneuen Lebens freuen und durch ihren Jubel, ohne eszu wissen, den großen Schöpfer preisen. — O meineFreunde, wir sind viel, viel mehr, denn diese, welchenicht wissen, was sie thun. Wir, die wir von einemhöhern Geiste beseelt sind und aus dem Werke denMeister, aus der Gabe den Geber, aus dem Sichtba-ren das Unsichtbare ahnden; wir können diesem Wech-sel der Jahreszeit, nein wir können dem ankommen-den Frühlinge nicht gedankenlos und gefühllos zuse-hen, ohne uns selbst zu erniedrigen. Wir würdenunsern großen Meister verläugnen, der uns durch Leh-re und Exempel angeleitet hat, überall den Herrn zusuchen, in dem wir leben, weben und sind, wenn wirnicht, so wie er, beym Anblick der Blumen des Fel-des und beym Anhören des Gefangs der Vögel unterdem Himmel mit gefählvollem Herzen des großenVaters gedächten, der Himmel und Erde erfüllt.Kommet, lasset uns niederfallen vor Ihm, derAlles erschuf; lasset uns anbeten Ihn, der jetzt un-sern Erdkreis wieder mit neuem Leben erfrischte;lasset uns Geist und Herz zu Ihm erheben und be-ten, daß uns beym Anblick der verjüngten NaturDemuth, Vertrauen, Hoffnung und heilige Freudeerfülle! — —
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Predigten und Reden an Festtagen und bey besonderen Gelegenheiten
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28
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