4•4mir die Hand Gottes sehen, gläubig seine Fügungverehren und auch in Rücksicht der Religion mit mirsprechen: wir hoffen auf Ihn allezeit, Er ist unsreZuversicht!Und was soll ich endlich noch von den Fort-ſchritten des menſchlichen Geſchlechtsüberhaupt hinzusetzen? — Wenn das menschlicheGeſchlecht in dem verfloſſenen Jahrhundert in Wiſſen-schaften und Künsten, so wie in der Ausbildung seinerSprachen große Fortschritte gethan hat; wenn es vonvielen Irrthümern, Vorurtheilen und abergläubischenMeinungen gereinigt worden; wenn es viele Untu-genden der Vorzeit abgelegt und manche neue Tugendangenommen; wenn insbesondre größere Denkfreyheitallgemeiner geworden; wenn der Versolgungsgeistgröstentheils aufgehört hat und Toleranz an dessenStelle getreten ist; wenn die Menschenrechte anerkann-ter geworden, die Menschenwürde ehrwürdiger er-schienen: sollten wir dann nicht behaupten dürfen, esſey in vielen Stücken mit uns beſſer geworden? Undwenn nun, so weit wir hören und sehen, alle An-stalten getroffen werden, die Menschheit im Menschenhöher zu bilden; wenn man überall bemüht ist, bessereSchul- und Erziehungsanstalten zu errichten; wennman überall auch den Armen die Weisheit und dasEvangelium zu predigen sich beeisert: sollten wir dannnicht guten Muth fassen? sollten wir uns dann nicht
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Predigten und Reden an Festtagen und bey besonderen Gelegenheiten
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