Druckschrift 
Arabische Berichte von Gesandten an germanische Fürstenhöfe aus dem 9. und 10. Jahrhundert : ins Dt. übertragen u. m. Fussnoten versehen von Georg Jacob
Entstehung
Seite
25
Einzelbild herunterladen
 

AUS DEM 6. KLIMA 25

Waare eingekauft haben (ischtarau 1 )), sie deren Preis darauf schreiben und sie inihrem Laden lassen; wer nun mit ihm bezüglich jenes Preises übereinstimmt*),der nimmt sie und läßt den Preis statt ihrer zurück. Für ihre Läden sind Wächter(angestellt), und wenn einem etwas abhanden kommt, so lassen sie den Wächterseinen Wert ersetzen.

IFRANDSCHA 3 ) (Franken)ist ein weites Land im äußersten Westen des 6. Klimas. Al-Mas'üdi erwähnt, daßin ihm 150 Städte seien. Seine Hauptstadt ist Bariza (Paris*)). Seine Länge isteine Reise von einem Monat und seine Breite noch mehr. Es ist unfruchtbar, weiles schlechtes Ackerland ist, wenig Weinberge hat und an Baumarmut leidet. SeineBewohner sind die Franken, und sie sind Christen, Krieger zu Lande und auf demMeere; sie besitzen Ausdauer und Tüchtigkeit; in ihren Kriegen denken sie durch-aus nicht ans Fliehen; denn getötet zu werden gilt ihnen geringer als Flucht. IhrenLebensunterhalt gewinnen sie durch Handel und Handwerk.

EFSCH 8 ) (Aix)ist eine Stadt im Frankcnlande, aus symmetrischen Steinen gebaut, am Ufereines Flusses, welcher der Fluß von Efsch genannt wird. Dort gibt es eine warmeQuelle 6 ), sehr reich an Wasser, über der ein Haus mit einem geräumigen Hof erbautist. In demselben nehmen die Bewohner Warmbäder in einiger Entfernung vonder warmen Quelle, aus Furcht vor der hohen Temperatur des Wassers, welchesaus der warmen Quelle sprudelt.

INTRAHT») (lies Itraht = Utrecht)ist eine große Stadt im Lande der Franken mit weitem Territorium. Ihr Landist eine sebcha«), auf dem keine Saaten und Pflanzungen gedeihen. Den Lebens-unterhalt de r Bewohner liefert das Vieh, seine Milch und seine Wolle. In ihrem

darauf^SSen. 51 "' 1 ^ KaUfleUte ' die sic weiter v «kaufenllend nun den Verkaufspreis

j) Man lese nach Fleischers Korrektur wäfaqahu für waqafahu

ter« , l»J?vi!T ^"JT?' Fränki f h: Ernst-Kuhn-Festschrift 1916, S. 236-243, und:Wei-teres über .Fränkisch'", Zeitschrift für Semitistik, Bd. 4, 1926, S 262-265.

Namen iTn G f^ te haben be ' d ' esCm in den Mas'üdi-Abschriften stärker entstellten

b alabisc h ^R ern ^ n ?" P? te ?' Vgl Sie g mund Pinkel, Die Hauptstadtder Franken"S i\g derT ? Cnch * en: Zeitschrift der Deutschen Morgenländischen Gesellschaft, 50. Bd., 1896,gemacht v^ erWalm . te Artlkel d , es > urnal Asiatique hat auch aus den Langobarden Lothringergemacht, vgl. meine Erweiterte Übersicht, S. 36.

im MiLlT" 1 Brief A von Suchier entnehme ich:Das x in Aix hat die Aussprache beeinflußt;man durri H nUr f 3US AlWS = Ut " Aquis " Also ist Efsch " ch %" Somit nicht Eqsch, dasromanUchem s ^ *""* PU " ktCS 8 ewinnen könnte - Schtn entspricht wie in Ascht

für 4^^Ä^Ä n W^ ,, beWCn f0 ' gCnden Ste " en hammC Th " ma, ^ el,eAnordnung 7 e e r r A h t r l ib , U I! g V °" '>" mußte ich im Texte beibehalten, denn die alphabetische

TnfsW Artlk v e ^ bewclst . d Qazwlnl bereits fälschlich Intraht las.Zeiten zu einem £1 * , Ü * Torfmoor, bezeichnet aber eigentlich einen Salzsee, der in trockenenbSchrieben reZ^T*^ ^^^ wird " AuS Nordafrika sind diese Bildungen häufigbeschneben eme sebcha in Arabien selbst schildert Euting, Tagbuch einer Reise in Inner-Arabien,