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ist falsch, daß/ wie in einen von obgedachten Berichten ste-het, dieser Brunnen , wann er auch gantz offen an einemfreyen Ort stünde/ eher krafftiger, als abgeschmackter wür-de. Und ob gleich der Verfasser daraus schliesset, daß sichdieserSelter-Brunnen dieser Ursach halben an entlegene Or-te am besten verfahren liesse; so gehet doch solches auch mitden übrigen Sauer-Brunnen / wenn sie wohl verwahret,gar wohl an, und habe ich auch zum öfftern angemercket,daß selbst der Selten wenn er im^unio und bey Tage ingrosser Hitze gefahren und die Flaschen nicht in Kisten , son-dern nur bloß in Stroh aufeinen Wagen gepacket worden,cinmerckltchesan feinen penetranten Geschmack und dieHelsste der Krafft verlohren.
§. 4
Me «s denen vermittelst der keagentium angestellten Pro-
sich p» ben, verhalt sich der Selter - Brunnen folgender Massen. Zu-verbatte forderst braufet er mit allen was sauer, es mag starck oder ge-' linde seyn, so fort auf, und erweiset dadurch seine alkalischeArt.Und wenn man ihn mit gleichenThell guten altenRhein-Wein vermischet, wird die M,xtur dunckel und nimmt einebraune Farbe an, eben aufdie Art, als zu geschehen pfleget,wenn das zerstossene Weinstein-Saly oder ein guter Salmi-ack-8piritU8 damit meliret wird. Thut man aber etwas ge-stoßenen Ducker noch dazu, erfolgt eine Aufwallung mit ei-nem Geräusch, und es steigen unzahlig viel kleine Blasgen indie Höhe, daß die Mixtur davon nicht allein gantz weiß wird,sondern auch von den auffahrenden Blasgen gleichsam einenRauch von sich zu geben scheinet. Wenn der Violen - Syrupdazu gethan wird, verstellet sich die blaue Farbe desselben ineine grüne, welches, wie bekannt,alle ^Icaliazu thun pflegen;streuet man aber etwas gepülverteGall Aepffel hinein, erfol-get keine Veränderung, undweder eine Purpur - farbene,noch vielweniger schwartze Louleur.zum gewissen Anzeichen,