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Kurze Darstellung des Hauptinhalts der Logik, mit vielen praktischen Beispielen für Gymnasialschüler
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beweise). Der Glaube ist entweder ein menschli-cher oder ein göttlicher Glaube, se nachdem er sichans die menschliche oder göttliche Auctorität stützt.

In welcher Hinsicht werden die Beweise 1) ineigene (Erfahrungs- und Vernunftbeweise),2) Auctoritätsbeweise eiugetheilt? Offenbar inHinsicht auf den Stoff der Beweise, auf dieBeweisquellen.

Bei vielen Beweisen bedient man sich der Schlüs-se. Welcher Unterschied ist dann doch zwischenSchlüssen und Beweisen? Ein solcher Beweisist die Herleitung eines Satzes aus einem oder meh-reren materialen, als gültig anerkannten (nach-gewiesenen) Sätzen. Bei bloßen Schlüssen aber weisetman die Gültigkeit der Prämissen nicht nach, sondernnimmt die Prämissen an, z. B. alles L ist L, allesv ist also ist alles 6 auch li. Ob alles ^ sey L,darum bekümmert man sich bei bloßen Schlüssen nicht,(aber wohl bei Beweisen).

Aber gibt es nicht noch andere Rücksichten, wor-nach sich die Beweise eintheilen lassen? Man beweisetden Satz:Aus einem außer einer geraden Linie ge-legenen Punkte kann nur eine Perpendikularlinie zuder Linie gezogen werden", indem man zeigt, ausdem Gegentheile würde ein Widerspruch entstehen (eswürde nämlich ein Dreieck werden, in welchem diebeiden Winkel an der Basis zwei rechte Winkel wä-ren, was unmöglich ist). Solche Beweise nennt manindirekte (apogogisssse) Beweise, d. i. solche, in