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abgeleiteten, die in den ursprünglichen (unmittel-bar oder mittelbar) enthalten sind; d. i. die Defini-tion muß abgemessen (präcise) seyn.
3) Was ist an folgenden Definitionen auszusetzen:„Eine klare Vorstellung ist jene, welche das Objekt klarvorstellt. Dankbarkeit ist Erkenntlichkeit. Schön ist dasje-nige, was den ästhetischen Geschmack befriedigt. Und derästhetische Geschmack ist das Vermögen, das Schöne zuempfinden und zu beurtheilen?" Hier ist in der Erklärungdas zn Erklärende mit den nämlichen oder mit andernWorten, unmittelbar oder mittelbar, wiederholt; essind Zirkelerklärungen, welche schon durch dieerste Regel verpönt sind. Wollte man nun die Re-gel ausstellen: die Definition muß keine Zirkel-definition seyn; so ist diese negative Regel ganzrichtig, aber im Grunde nur ein Corollarium ausder ersten Regel. — Dieses gilt auch von dieser ne-gativen Regel: „Die Definition sey nicht bloßnegativ" (denn, man will nicht wissen, was dieSache nicht ist, sondern was sie ist). Jedoch sinddie negativen Definitionen dazu nützlich, daß man dereigentlichen Definition inrmer näher kommt; und, sinddie Begriffe negativ (z. B. Unwissenheit), so ist nureine negative Definition zulässig (jedoch drückt dannauch diese nur die Negation der positiven (wirklichangeführten) Merkmale aus). — Man stellt auchnoch diese negative Regel auf: „Die Definitiongeschehe nicht durch eine Disjunktion." Auchdiese Regel liegt schon in der ersten; die Definitionsoll ja den Inhalt, nicht den Umfang eines Be-