griffs darstelle». Liegt aber irgend eine Disjunktion !so nahe, daß nur Weitläufigkeiten entstehen würden,wenn man sie nicht zugleich anführte; so ist sie auchhier zulässig, z. B.: „Ein Schluß ist die Herleitungeines Satzes aus einem oder mehreren andern Säz-zen . . . "
4) Bisher war die Rede darüber, was die De« Ifinition enthalten solle und was nicht. Nun entsteht !die Frage: „Wie soll'die Definition das Erforderst- ^che ausdrücken?" Wie, wenn man sich hierbei ge- ^wisscr Worte, dem Sprachgebrauchs ganz zu-wider, bediente? Würden dadurch nicht Mißver-ständnisse veranlaßt (z. B. wenn man sich der Worte„ Religion, Gottesfurcht, Offenbarung, Freiheit..." ^in einem ganz andern Sinne bediente , als sie demeingeführten Sprachgebrauchs gemäß haben)? Die ,Definition muß also, nur solche Ausdrücke enthalten, !die dem Sprachgebrauchs gemäß, oder widri- <genfalls durch ausdrückliche Bemerkungen !ihrem Sinne nach eigens bestimmt sind.Selbst bildliche Ausdrücke, insofern sie noch einerweitern Erklärung bedürftig sind, paffen nicht fürDefinitionen (z. B. die Liebe zu Gott ist das Feuer,welches vom Altäre unseres Herzens zu Gott auflo-dert). Ganz vorzüglich ist es aber wichtig, daß dieDefinitionen nicht durch einen großen Wort-schwall, durch Tautologien, Umschreibun- ^gen . . . dem Verstände sowohl, als dem Ge- ldächtnisse lästig werden! Diese Erfordernisse !lassen sich zusammen durch die Regel ausdrücken: Die >