Druckschrift 
Kurze Darstellung des Hauptinhalts der Logik, mit vielen praktischen Beispielen für Gymnasialschüler
Entstehung
Seite
23
Einzelbild herunterladen
 

23

^ verneinend; bleibt, auch wenn sie verneinend ist,»och noch Kopel, indem sie wirklich in ein Verhaltniß^ sitzt (nämlich in das Verhaltniß des Nichtgehd-^ re ns der einen Vorstellung zur andern). Daher wer-^ den die Urtheile in bejahende und verneinende> eingetheilt, je nachdem die Kopel bejahend oder ver-^ neinend ist. Wie vielfach kann aber das Prädi- kat seyn? Entweder ist es auch positiv, oder rein^ negativ (z. B. nicht glücklich), oder negativ-po-^ sitiv, konträr (z. B. unglücklich). Zu den af-firmativen gehören also folgende Sätze: 1) Dieser^ ist glücklich, 2) dieser ist ein Nicht-glücklicher, 3), dieser ist (sogar) ein (positiv) Unglücklicher. Wer, kein Glück hat, hat deswegen noch kein Unglück; vonz einem Steine kann man wohl sagen, daß er ein Nicht-glücklicher ist (zu dem Umfange (dem Kreise, derKlasse) derjenigen Dinge gehört, die das Merkmal' »nicht glücklich" haben); aber keineswegs ist ein Steinunglücklich (traurig...). Zn den negativen Sätzengehören folgende: 1) Dieser ist nicht ein Glücklicher,2) dieser ist nicht ein Nicht-glücklicher, 3) dieser istnicht ein Unglücklicher. Aber, was folgt daraus,wenn dieser nicht ist ein Glücklicher? Entweder ister (nach dem Satze des ausgeschlossenen dritten) einGlücklicher, oder ein Nichtglücklicher. Ist er alsonicht ein Glücklicher, so ist er nothwendig ein Nicht-glücklicher. Ein negativer Satz läßt sich also leichtin einen affirmativen (mit einem negativen Prädikate)verwandeln. Ein negativer Satz und ein positiver,jedoch mit einem negativen Prädikate sind also freilichverschieden (der F»rm nach), der Bedeutung nach