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Kurze Darstellung des Hauptinhalts der Logik, mit vielen praktischen Beispielen für Gymnasialschüler
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aber eins. Ein Aehnliches gilt im umgekehrten Falle,so wie, wenn die Kopel und das Prädikat negativfind.

Sind die negativen Sätze zugleich allgemein, sowerden sie gewöhnlich durch das Wort , Kein» be-zeichnet, z. B. kein Gottloser ist tugendhaft jederGottlose ist nicht ein Tugendhafter. Aber nicht alleSätze mitKein" sind negative Sätze. Der Satz:" Wer keine Sünde thut, hat Gcwissensruhe" ist af-firmativ , obgleich das Subjekt negativ ist. In demSatze: »Wer tugendhaft ist, hat keine Gewissensangst"kannkeine" die Copel afficiren, aber auch, wemdie Copel affirmativ bleiben soll, das Prädikat. -Auch ist noch zu bemerken, daß die einem Worte Vor-gesetzte Silbe »UN" bald etwas bloß negatives, z. B.in »unbelebt", bald etwas Conträres, z. B. in»unglücklich" ausdrückt.

Bei Begriffen an sich betrachtet ist keine weitenEintheilung möglich, als in Hinsicht der QuantitAund Qualität; ist dieses auch so bei Urtheilen? Hierfindet aber noch eine besondere Rücksicht statt, näm-lich die Art und Weise der Setzung des Verhält-nisses zwischen zwei Vorstellungen; es fragt sich näm-lich : wie ist das Verhältniß (des Zugehörens oderNichtzugehörens) zweier Vorstellungen zu einander be-stimmt, unbedingt oder bedingt? Daher