partikulär, ich könnte eben so gut dafür sagen: „alleMenscheu sollen ..." Wodurch wird die äußereQuantität der Urtheile gewöhnlich bezeichnet? Die sin-gulären durch: „dieser, jener", oder durch Ei-gennamen; die partikulären durch: »irgendeiner"; die allgemeinen durch: „alle, jeder,keiner." Doch das Wort „alle" bezeichnet nurdann einen allgemeinen Satz, wenn es mit „jeder"für gleichbedeutend gilt. In dem Satze: „alle hiesi-gen Primaner zusammen genommen machen die Zahl24 aus" kann man für „alle" nicht „jeder" setzen,weil dieser Satz nicht allgemein, sondern singulär(zugleich kollektiv) ist. Uebrigens haben singu-läre und allgemeine Sätze dieß gemeinschaft-lich, daß das Subjekt in beiden nicht beschränktwird.
§. 8 .
L. Nach der Qualität (der Kopel).
Nach der Qualität überhaupt könnten dieSätze, wie die Begriffe eingetheilt werden in klareund dunkele, deutliche und undeutliche Sätze.Da sich aber diese Erklärungen schon aus der Lehrevon den Begriffen von selbst ergeben; so nimmt mattbei der Eintheilung der Sätze nach der Qualität nurRücksicht auf die Qualität der Kopel. Die Kopelkann nur zweifach, nämlich „ist" oder „ist nicht"seyn; sie drückt entweder das Verhältniß des Zugc--hörens oder des Nichtzugehörens einer Vorstel-lung zur andern aus, ist entweder bejahend oder