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Tulga.
Im Lager unter Freunden, treuer Knabe!
Erst sammle Deinen Geist, eh' Du uns meldest,Wer Dich zu mir gesendet.
Page (schmerzlich.)
O mein König!
Mach' auf das Allerschlimmste Dich gefaßt!
Acht Tage bin ich jetzt schon unterwegs,
— Ein Wunder dünkt mich's, daß ich Dich erreicht —Und schrecklich ist, was ich zu melden habe.
Die edle Königin, sie ist verhaftet,
War's damals schon, als ich die Stadt verließ.Man zieht sie vor ein geistliches Gericht.
Abuhar.
Tod und Verdammniß!
Tulga (im höchsten Afekt.)Wie? Mein Weib verhaftet?So stürze, Welt, in Trümmer jäh zusammen!Wenn Teufel lachen, müssen Engel weinen!Verhaftet! und — wer weiß! — schon todt!
Das geistliche Gericht ist schnell zur Hand,
Dem Henker seine Opfer preis zu geben.Verhaftet! großer Gott! — Fort nach Toledo!
(zu Abuhar.)
Gleich sende meine Feldherrn mir hierher!
Berufe auch die Großen meines Reichs!
(zum Pagm der Königin.)
Du aber, Knabe, folge mir ins ZeltUnd künde mir den Hergang jener Tage,
Die schreckensbleich mir meine Seele foltern.
(Tulga mit dem Pagen ab.)
Abuhar (allein,ihm nachschauend.)
Du bist den Pfaffen nimmermehr gewachsen!