Erster Akt.
Thronsaal im Schlosse.
1. Scene.
Verschiedene Gruppen von Granden und Geistlichenhohen und geringeren Grades, die sich eifrig zu unter-halten scheinen; im VordergründeDo» Pedro und Do» Fernando.
Don Fernando.
Und meint Ihr nicht, Don Pedro,
Daß diese Wahl der Geistlichkeit entsprungen?Daß nimmermehr der Adel unsres LandesTulga gewählt, wenn nicht die Hand der Priester,Fast unbemerkt, die Karten uns gemischt?
Don Pedro.
O geht, Fernando! dies ist eine Sage,
Die böser Argwohn nur erfinden konnte,
Und jedes wahren Grundes doch entbehrt!
Warum denn grade er? Er, der den FreudenDer Welt und ihrer Lust so warm ergeben,
Dem Hang zur Frömmelei stets abhold war?Geht! geht! die Geistlichkeit hat keine SchuldAn seiner Wahl.
(geheimnißvoll.) Wir selbst, Hispaniens Große,
Wir waren's, die zum König ihn erwählten,
Weil seine Jugend Fügsamkeit versprach.
Do» Pedro.
Sehr wohl! doch wenn — —
Don Fernando.
Und wenn es selbst geschähe,Was soll's? Um desto besser ist's für uns