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Vor der ergreifenden Ruhe des Todes.
Heiliger Friede allein
Herrschet in seinem gewaltigen Reiche.
Chlodosinda (Mögt den
Schleier von dem Haupte ihrer Mutter zurück undschont in das Antlitz der Todten.)
Unnennbar Näthsel! wunderbar bewegtErgreifst Du uns und läßt uns fragend rathen:Wo blieb der Geist in dieser ird'schen Hülle?
Lös t er sich auf im weiten Weltenall?
Kehrt er zurück zum Urquell der Natur,
Die eines Schöpfers Allgewalt verkündet?
Chor der Jungfrauen
Frage nicht, Herrin! Was willst Du versenkenGrübelnd den Geist in unlösbare Näthsel?Heiligen Frieden alleinWecke der Anblick des ewigen Schlummers.
Chlodosinda
Mickt fragend in das Antlitz der Verklärten lVerschlossen sind sür ewig diese Lippen,
Sie lösen mir das bange Näthsel nicht.
Chor der Jniigsraneii.
Nimmer erhebt sich der dunkele VorhangVor dem verschleierten Bilde der Zukunft.
Wo Deine Kraft Dir nicht reicht,
Traue der ewigen göttlichen Liebe!
Chlodosinda
(die Mutter betrachtend.)
Und kann der Tod ivohl finstre Schrecken bergen,Wenn er den Lippen solch' ein Lächeln schenkt?Geliebte Mutter, nein, Du giebst im TodMir meine Kraft und mein Vertrauen wieder.Gefaßt und ruhig finde mich das Schicksal,
Das mir das reinste Glück, und, wie ich fürchte,Den herbsten Schmerz in meine Wiege legte.