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Uraca.
O meine Fürstin! Hör' der Freundin Bitte,Bleib' nicht zurück, zieh' mit dem König fort,Laß mich die edle Todte nur bestatten.
O hör' den Rath, verlasse dies Toledo,
In dessen Mauern finst'rer Aberglauben,
Geschürt von Herrschbegiergen Priestern, hauset.
T«lga.
Uraca spricht aus treuem Freundesherzen,
Und wenn die Heimgegang'ne reden könnte,
Sie würde unfern Bitten sich vereinen.
Chlodosinda.
(schüttelt traurig das Haupt.)
O dringt nicht in mich, denn es kann nicht sein.
Brentano.
Hört auf des Königs Worte, hohe Frau!
Chlodosinda.
Und wenn auch alle Schrecken mich umgäben.Wenn Wasser mich und Feuer auch umtobten,Ich bliebe meinem Vorsatz doch getreu.
Die schöne Sitte meines Volks zu ehren,
Ist mir Gebot, und dreifach ist sie heilig,
Weil sie der vielgeliebten Mutter gilt.
Doch eh' das Tagsgestirn sich zweimal neiget,Wcrd' ich Dir folgen mit der theuren Freundin.Der edle Herzog bleibt zum Schutz zurückUnd sorget wohl für reichliche Bedeckung.Tnlga.
Im Grunde meines Herzens gebe ich,
Wie immer, meinem theuern Weibe Recht.
Ich will daher nicht weiter in Dich dringen,Mein seltnes, hohes, heißgeliebtes Weib!
I Uraca ringt trostlos die Hände.)
Chlodosittda (zu Uraca -Bist Du verzagt mein Herz? O zittre nicht!
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