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Chlodosinda : Trauerspiel in fünf Akten und einem Vorakt
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Eusebius

Mit schmerzlichem Bedauern, Majestät,

Muß ich bemerken, daß der reiche SchatzIn treu bewährter Hand sich schon befindet.

Tulga (aufbrausend.)

Wer wagte dies? wer konnte es bestimmen?

Das ist ein Uebergriff in meine Rechte!

Eusebius

(hämisch und mit gedehnter Sprache.)

Der Archidiacon der Kathedrale,

Nicator, meinte —

Tulga (rasch.)

Nun, schon gut: es sei!Für dieses Mal sei Euch der Schatz gewährt.

(er unterschreibt.)

Eusebius (bei Seite.)

Das füllt den Säckel.

Tulga

(auf eine zweite Schrift deutend.)

Sprecht, was habt Ihr weiter?

Eusebius.

(sich verneigend, mit niedergeschlagenem Blick.)Consiscation der Güter eines Granden,

Der stark der Ketzerei verdächtig ist.

Sein Nam' ist Calvaros, Ihr kennt ihn ja.

Tulga (ausfahrend.)

Wie? Nur auf einfachen Verdacht gegründet,

Und kein Beweis? — Ich unterzeichne nicht.

Eusebius.

Eu'r Majestät geruhen zu bedenken,

Daß diese Frage ganz unzweifelhaftZur Competenz der geistlichen GerichteGehörig ist, und daß nach heiligen