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Gar rauh und hart ist meine Art, zu sein:
Ein tückischer Bube nahm den Vater mir,
Die Mutter siechte bald in Gram dahin,
Und einsam finster wuchs ich zuchtlos auf.
Ich kam zu Euch, um Ruhe dort zu finden,
Und neues Leben wurde in mir wach.
Du ließest, Mädchen, mich zuerst empfinden,
Daß noch ein Herz in meinem Busen schlug.
Du lehrtest menschlich handeln mich und fühlen,Du gabst mir Glauben, lehrtest mich die Liebe.Seit Du daheim uns plötzlich warst genommen,Fehlt uns des Tages leuchtendes Gestirn,
Kein Abend bringt uns die ersehnte Ruhe.
Chlodosiuda «innig )
Mein armer Freund! Wie hast Du doch gelitten!
Abuhar.
O laß uns fliehen! ohne Säumniß komm,
Der Augenblick ist kostbar, folge mir!
Ich führe Dich durch tausende Gefahren.
bhlodosinda
Dein Rath ist gut, und doch ergreift mich Furcht.Ich möchte nicht mein armes treues VolkJn's Unheil stürzen, trägt's doch schwer genug.Wohl sehn' ich mich nach der geliebten Heimath,Und dennoch fühl' ich mich gebannt an diesen Ort.Ich möchte — nein ich muß! Still! hörst du nichts?Späh, ob nicht eine Wache Posten hält.
Abtthar (späht umher.)s' ist Alles still; es regt sich Niemand hier.Chlodosinda.
So komm', mein Freund! Auf Deinen Arm gestützt,Will ich die ernste Wandrung ruhig wagen.
(Sie blickt nach dem Äemach des Königs hin.)
Leb' wohl, o Tulga, ohne Wiedersehn!