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Von der Seite gesehen (Fig. 49) soll eine von demPfannengelenk gedachte senkrechte Linie den Unter-schenkel durchschneiden und über die vordere Flächedes Sprunggelenks, mitten durch die Köte laufen.
Bei der Vorhand von der Seite betrachtet (Fig. 49)soll eine derartige Linie von der Spitze des Widerristesausgehend, das Ellbogengelenk,das Vorderknie und das Fessel-gelenk halbieren und demnächsthinter dem Ballen den Bodenfinden.
Die Hufe sollen weder b o d e n -weit noch bodeneng stehen, son-dern in einer gerade nach vorngerichteten Stellung, wobei diedurch die Beine gehenden senk-rechten Linien auch die Zehender Hufe halbieren sollen. Die Hufesind die Grundlage der Pferde,sie müssen also sorgfältig beobach-tet werden.
Die Stellung der Gliedmassenallein zu betrachten genügt nicht,wir müssen sie vielmehr vor allenDingen in der Thätigkeit sehen.
Vor allem zeige ein Pferdausgesprochene Gehlust in allenGangarten. Im Schritt soll esmit allen 4 Beinen dreist in glei-chem Takt auftreten; die Hinter-beine schieben mit federndem Abschwung den Körperdes Pferdes den Vorderbeinen zu, welche ihn auffangenund ihrerseits in regelmässiger Folge weiterbefördern,indem sie frei, ungebunden und nicht übereilt aus denSchultern heraustreten.
Im Trabe sei der Abschwung der einzelnen Bein-paare nicht schleppend, sondern ebenfalls federnd und
Fig. 48.