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Der Reitsport
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kennt, weil sein Aufkäufer sie übersehen oder ihm nichtangemeldet hat.

Diese Prüfungen umfassen somit alles Nötige undwenn sie mit Umsicht und Sachkenntnis ausgeführt wer-den, muss man sich ein richtiges Bild machen können.

Bevor man sich zum Pferdehandel entschliesst, mussman wissen, wieviel man für ein Pferd anlegen will.Selbstverständlich wird es sich um 20 Mark hin undher nicht handeln dürfen, denn die grössere oder ge-ringere Güte eines Tieres sprechen bei dem Preise be-deutend mit. Man kann für ein besonders geeignetesTier auch mehr anlegen. Die Grösse des Pferdes richtetsich nach der des Käufers und späteren Reiters. DesPferdes Alter spricht nur insofern mit, als man nichtgerade ein Pferd unter 5 oder über 11 Jahre kaufenwird, denn vor dem fünften Jahre ist ein Pferd in sel-tenen Fällen wirklich durchgeritten. Man findet zwarüber elfjährige vorzügliche Pferde, die dann auch nochrecht lange so bleiben können; im allgemeinen gehtaber ein Pferd über 11 Jahre allmählich aus dem an-gelegten Preis hinaus. Aus diesen Gründen sind dieJahre zwischen 5 und 11 am meisten zu empfehlen.

Die Beurteilung des Pferdealters an den Zähnenist wichtig, denn mit dem Alter kann man am meistenangeführt werden; aber ich will hier auf die lange Aus-einandersetzung der Altersmerkmale nicht näher ein-gehen, sie sind so ausführlich in vielen ausgezeichnetenSchriften enthalten, dass ich damit nur Eulen nachAthen tragen würde. Wenn je, dann gilt besondershierbei das Wort: Probieren geht über Studieren!

Die Farbe des zu wählenden Tieres ist gänzlichGeschmacksache.

Das Geschlecht spricht schon mehr mit, obgleiches in allen Geschlechtern sehr vernünftige und zuver-lässige Tiere giebt. Hengste sind im allgemeinen wenigerfür Anfänger. Stuten, wenn sie nicht gerade rossigsind, oder Wallache werden zu wählen sein.