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nicht, um beurteilen zu können, ob das Tier sich zumReitpferd für einen jungen Reiter eignet. Untugendenkönnen durch eine gewisse, gewandte Art vorzureiten,gar leicht versteckt oder mindestens verschleiert werden.Man traue daher nur einem ganz sicheren Gewährsmann,der das Pferd selbst ausprobierte.
Diese Probe beginnt mit dem Aufzäumen undSatteln, mit dem Hinausführen aus dem Stall und demAufsitzen. Geht das alles glatt von statten und zeigensich, nach wiederholter Beobachtung, keine Untugenden,dann kann man vorläufig zufrieden sein. Man reitet dannvon der Stallthür fort und achtet darauf, ob das Pferdwillig weggeht, oder ob es zögert oder gar stehen bleibt.Letzteres ist recht bedenklich.
Man sucht dann einen freien Reitplatz oder eineBahn auf, um das Gerittensein des Pferdes durch ver-schiedene Übungen zu prüfen. Hier überzeugt mansich auch, ob sich das Tier für einen Anfänger eignenwird, indem man z. B. ohne Zügel reitet und Freiübungenvornimmt, auch über eine Stange oder eine Hürdespringt.
Hier lässt man sich auch vorgaloppieren, da manden Galopp an der Pland nicht sehen konnte. Manwendet, hält und lässt zurücktreten. Hat das Pferddiese Proben gut bestanden und ist der junge Käuferbereits so sattelfest, dass er traben und sein Pferd aufTrense einigermassen führen kann, dann möge auch erdas Pferd besteigen, um zu sehen, wie es ihm geht.
Den Beschluss der Prüfung bildet das Reiten imFreien unter dem Gewährsmann. Darauf ist besondererWert zu legen.
Man begegnet dabei anderen Pferden und kannsich überzeugen, ob unser Tier nicht übertriebene An-hänglichkeit an solche zeigt. Man muss zum Thor hin-aus und kann wahrnehmen, ob das Pferd nicht auch da-gegen ein Vorurteil hat, ob es nicht etwa klebt. Mansucht Gelegenheiten auf, um zu ergründen, ob das Tier