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Der Reitsport
Entstehung
Seite
51
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Haltung des Mittelteils. Damit der Oberkörperdes Reiters sich auf dem Pferde im Gleichgewicht er-halte und nicht lediglich von dem NotbehelfSchlussabhängig sei, bedarf er einer Unterstützungsfläche, diemöglichst breiter sein soll, als der breiteste zu stützendeTeil des Oberkörpers, nämlich die Schultern. Sie findeneine entsprechend breite Unterlage im Gesäss, dem Spaltund dem inneren Teil der Oberschenkel bis zum Knie(Fig- 15)-

DieseUnterstützungsfläche ruht auf folgenden Punkten:i. den beiden Gesässknochen, 2. dem Spalt und 3. deninneren Knieknochen. Die Entfernung von Knie zu Kniesoll breiter sein als die Schulterbreite, dann ist derKörper nach rechts und links gestützt. Aber er bedarfeiner Stütze auch nach vorn und hinten. Dazu dienendas Gesäss und wiederum die Kniee.

Die beiden Gesässknochen sollen auf dem tiefstenPunkt des Rückens, dicht hinter dem Widerrist, rechtsund links von der Wirbelsäule des Pferdes, gleich weitvon ihr entfernt aufliegen. Man fühlt das am besten,wenn man sich einmal auf ein blankes, d. h. unbe-kleidetes Pferd setzt und die Wirbelsäule recht zwischendie Gesässknochen nimmt. Man muss fühlen, dass manvoll auf den Gesässknochen sitzt, wozu man das Gesässrecht breit machen soll. Das ist auch deshalb nötig,weil man sonst zuviel auf dem Spalt sitzen würde.Man sässe dann etwa wie auf einem Baumast oder wiedie bekannte Wäscheklammer auf der Leine und ent-behrte der Unterstützung.

Die Kniee müssen sich also nicht senkrecht unterden Hüften befinden, sondern müssen vorgebracht werdenund zwar soweit, dass man fühlt, wie man sowohl aufdem Gesäss wie auf dem Spalt sitzt.

Will man ein ungefähres Mass für die Lage derOberschenkel bestimmen, dann kann man sagen: Sieliegen am besten, wenn die inneren Knieknochen geradeauf der Höhe der Wölbung des Rippenkastens liegen.

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