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am rechten oder linken Zügel einfach zieht, wenn errechts oder links wenden will. Will er anhalten, sozieht er an beiden Zügeln, solange bis das Pferd steht;will er vorreiten, so klopft er mit dem Absatz an denLeib des Pferdes oder schnalzt mit der Zunge.
Erst später werden wir uns mit der richtigen Leitungdes Pferdes durch den Reiter beschäftigen.
Kann man sich auf dem Zirkel erst im Gleich-gewicht erhalten, dann ist auch nichts dagegen einzu-wenden, wenn man gleich den Galopp versucht, abernur dann, wenn däs Pferd überhaupt gelernt hat, an derLonge anzugaloppieren und im Galopp zu bleiben, dennder Reiter versteht ja noch nicht, es in Galopp zu setzen.
Besondere Erscheinungen, die mit dem Gleich-gewicht in Zusammenhang stehen, werden sich zeigen,wenn man vorreitet oder anhält.'-* Beim Antreten wirdder Reiteroberkörper gern nach hinten überfallen wollen,wie es einem stehenden Fahrgast auf der Strassenbahngeht, wenn sie unvermutet anfährt. Um dem zu wider-stehen, muss man so vorbereitet sein, dass man mit an-gezogenem Kreuz gegenwirken kann. Hält ein Pferd plötz-lich an, dann fällt man leicht nach vorn über. Das Kreuzmuss hierbei ebenfalls in Anspannung zu bleiben versuchen.
Man wird aus dem bisher Gesagten bereits entnehmenkönnen, dass eine Gewandtheit im Reiterkörper mindestenssehr wünschenswert ist Und dass man bemüht sein muss,sie zu erlangen, wenn sie nicht vorhanden ist. Werschon früher für sie Sorge trug, wird dem gegenüberim Vorteil sein, der es unterliess. Man kann es abernachholen und dazu bieten sich die Freiübungen zuPferde, im Stehen und in der Bewegung wie vonselbst an. .
2. Freiübungen und Sitz.
a) Freiübungen. Sie machen den Reiterkörpernicht nur gewandter und so geschmeidig, dass er all-mählich imstande ist, eine bestimmte Form zu Pferde