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Eine Gerte ist noch nicht notwendig, da wir nochnicht so übermütig sind, sie verwenden zu wollen.Benutzt man später eine Reitpeitsche, so sei sie rechtgeschmeidig und so lang, dass sie von der richtig hin-gestellten Hand bis rückwärts an die Hanken des Pferdesreicht. Man führt sie, solange man sie nicht anwendenwill, nach oben gerichtet in der rechten Hand. Sollsie gebraucht werden, so dreht man sie in der Handum, so dass ihr Knopf oben aus der Hand hervorsieht,ihre Schnibbe aber nach dem Hinterbein des Pferdesgerichtet ist (siehe Fig. 38). Will man sie links ver-wenden, dann übernimmt sie zuvor die linke Hand.
4. Auswahl des Pferdes.
Der junge Reiter besitzt noch nicht die Fähigkeit,ein für sich geeignetes Pferd auszuwählen, daher mussdie Auswahl durch einen Sachverständigen getroffenwerden. Sie wird natürlich schon bewirkt sein, bevordas Reiten beginnt.
Ich will aber hier dennoch die Haupt-Gesichtspunkteanführen, von denen der Auswählende auszugehen hat.
Das Pferd muss ruhiger, aber nie fauler Natur sein.Ein unruhiges Pferd wird mit dem Reiter hingehen,wohin es will, ein faules geht ihm nicht von der Stelle.Das ruhige Pferd soll aber keineswegs alt und schlaf-mützig sein, sondern es soll, bei aller Ruhe, frische,regelmässige Bewegungen zeigen und einen lebhaften,gehlustigen Eindruck machen. Alte Pferde, die schonstark gebraucht und deshalb lebensmüde sind und ab-genutzte Gänge zeigen (struppiert), eignen sich ebenso-wenig zu Schülerpferden wie faule. Das Gleichgewichtzwischen Schüler und Pferd wird am schnellsten aufPferden erreicht, die einen frischen, bestimmten Gangbesitzen. Warum, werden wir später sehen. Das Pferd,welches einen Neuling ausbilden soll, muss vollständigdurchgeritten und gehorsam sein, damit es der An-fänger, sobald er sitzen kann, auch zu leiten vermag.
v. Sanden, Reitsport.
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