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Der Reitsport
Entstehung
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Reiten wieder einen Genuss, der kaum ersetzt werden(kann, weil er höher ist, als sonstige Sportgenüsse.

| Mirza Schaffy hat recht, wenn er sagt: Das Paradies tI der Erde liegt auf dem Rücken der Pferde!>4 Freilich *findet man es _ dort nicht allein. Das Reiten erhebtden Menschen gewissermassen über sich selbst, weil erseine Kraft durch die des Pferdes erhöht fühlt und sicherhaben über das Gehudel unter ihm. Über meiner/ M ütze nur die Sterne, ruft Goethe. Es liegt eineigener Reiz im Reiten, der schon den kleinen Jungensehnsuchtsvoll auf den Pferderücken zieht. Wer nureinmal die Beine über ein Pferd hängen durfte, dererzählt schon mit Begeisterung von seinen Reitkünstenund wird oft sehr böse, wenn man nur im geringstenan ihnen zweifelt. Es ist ein Wahn, zu glauben einReiter zu sein, wenn man nicht mehr vom Pferde fällt.Dann beginnt ja erst das Reiten, vorher war es einGleichgewichtsspiel, in dem bald dieser, bald jenerSieger blieb. Jener Wahn schwindet erst dann, wennein Pferd seine Herrschaft ein paarmal recht gründlichgeltend machen konnte.

Jeder, der es kann, betreibe den Reitsport. Erfindet in der nachstehenden Abhandlung einen Führerdurch die scheinbaren Geheimnisse desselben. Für denLaien geschrieben, soll sie ihn befähigen, sich selbstbelehren zu können, wenn ihm ein Lehrer fehlt. Aberauch wenn er einen fand, wird es gut für ihn sein,sich vor der Reitstunde in dieser Abhandlung vorzu-bereiten oder nach dem Unterricht sie zur Auffrischungdes Gedächtnisses zu Rate zu ziehen. Das erleichtertdem Lehrer und Schüler' die Arbeit.

Die Worte der nachfolgenden Schrift sollen nurin die Handlung einführen und zur That vorbereiten,diese ist aber die Flauptsache, denn niemand ward zumReiter, der nicht ritt. Den Kampf ums Dasein zuPferde hat jeder, auch der allerbeste Reiter durch-kämpfen müssen.