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Der Reitsport
Entstehung
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entstanden Reitkünstler. Als dann Menschen über dasWesen des Reitens nachdachten, schrieb man Lehrsätzenieder, die, dem Gebrauch entsprungen, ihm auchwieder dienen sollten, und schuf die Wissenschaft desReitens. Die Schüler wurden belehrt, nach bestimmten,erprobten Grundsätzen zu reiten, deren folgerichtigeplanmässige Befolgung die künstlerische Ausführung desReitens förderte.

Nach den aufgestellten Schulgrundsätzen wurde die,,Schulreiterei betrieben, die im 16. Jahrhundert ihrehöchste Blüte erreichte. Der Schulreiter schuf durchseine Kunst aus dem natürlichen Pferde ein Kunst-erzeugnis, indem er die Formen und Gänge des Tiereszur höchsten Vollendung herausarbeitete. Er tratdadurch in Gegensatz zu dem Naturreiter, dem es ge-nügte, wenn sein Pferd, in möglichst natürlichem Zu-stande belassen, ihm auf Worte, Zeichen oder Winkegehorsam war. So wurde das Reiten von den soge-nannten Reitervölkern ausgeübt.

Das Schulreifen diente im 16. Jahrhundert ganzeigentlich dem Gebrauch, denn dieser erheischte ein zuKriegszwecken, zum Einzelkampf Mann gegen Mann inkünstlichen Schulen geübtes Tier. Diese militärischenAnforderungen drückten der ganzen damaligen Reitereiihren Stempel auf.

Der Dreissigjährige Krieg brachte andere An-forderungen, eine andere Kampfweise der Reiterei mitsich. Eine grosse Anzahl schulgerecht gerittener Pferdeging in den Kriegsläufen verloren. Die Ausbildungneuer erforderte lange Zeit, an der es gebrach, undkonnte nicht Schritt halten mit dem Verbrauch, ausser-dem fehlte es wohl auch noch an ausgebildeten Schul-reifem. Man war daher genötigt, den Ersatz zunehmen, wo man ihn fand und mit weniger kunstgerechtgebildeten Pferden vorlieb zu nehmen. Mit solchenkonnte man natürlich nicht mehr so zierlich einzelnwenden, parieren, sie sich vorn heben oder hinten aus-