III. Die Technische Hochschule zu Aachen.
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5. die Abtheilung für allgemeine Wissenschaften, insbesondere fürMathematik und Naturwissenschaften.
Das Direktorat auf Lebenszeit des Inhabers wurde wie in Hannoverin ein Rektorat von dreijähriger Amtsdauer umgewandelt, die Aufsicht derAnstalt einem Königlichen Kommissar*) übertragen und die Ernennungder Professoren dem Könige Vorbehalten.
Im Anschluss an das Statut erschien unter dem 7. September 1880das von dem Unterrichtsminister erlassene „Regulativ, betreffend die■Organisation der Abtheilungen“.**)
Verschiedene Lücken, die sich im Laufe der Jahre infolge der Ent-wickelung der Unterrichtsfächer im Lehrkörper gezeigt hatten, musstendurch Vermehrung der Lehrstellen beseitigt werden. Es sind an -etats-mässigen Professuren neu geschaffen worden: 1872 eine für Architektur,1873 eine für Linear- und Maschinenzeichnen und eine für Freihand-zeichnen, 1876 eine für Kunstgeschichte und Aesthetik und 1880 je einefür Experimentalphysik und zur Leitung des organischen Laboratoriums.
Bei dem Bau der Polytechnischen Schule war ausser dem Haupt-gebäude ein besonderes Gebäude für reine und technische Chemie auf-geführt worden. Aber schon bald nach Eröffnung der Laboratorien zeigtesich bei der stetig wachsenden Zahl der Praktikanten die räumliche Un-zulänglichkeit, zumal da seit dem Jahre 1872 Vorlesungen über Hütten-kunde eingeführt waren, die ebenfalls in dem Laboratoriengebäude ab-gehalten wurden. Ein Erweiterungs- oder ein Neubau war nothwendig,wenn die Zahl der Besucher nicht zurückgedrängt werden sollte. Mankaufte zwei Nachbargrundstücke an und errichtete dort ein zweites chemischesLaboratorium, das im Herbst 1879 eröffnet wurde. Zu den Gesammt-kosten des Baues und des Bauplatzes von rund 1 000 000 Mark trugder Aachener Verein zur Beförderung der Arbeitsamkeit 304 000 Mark bei.
In dem neuen Gebände fand auch die schon seit Begründung derPolytechnischen Schule geplante, aber erst jetzt ins Leben gerufene Berg-bauabtlieilung Unterkunft. Sie hat den Zweck, sowohl für die technischenAemter der Bergbehörden des Staates vorzubereiten, wie auch Berg-ingenieure für die Privatindustrie auszubilden. In ersterer Beziehungw'urde von dem Minister der öffentlichen Arbeiten durch Erlass vom- 27. August 1880 bestimmt, dass auf das für die Bergbaubeflissenen vor-geschriebene dreijährige Universitätsstudium der Besuch der Bergakademienin Berlin und Clausthal sowie der Bergbauabtheilung in Aachen auf dieDauer von zwei Jahren anzurechnen ist.
Die neue Abtheilung, die der Abtheilung für Chemie angefügt wurde,erhielt zwei Professuren, nämlich eine für Bergbaukunde und eine fürHüttenmaschinenkunde, sowie eine Dozentenstelle für Paläontologie und
*) Siehe Seite 74. **) Siehe Seite 86.
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